Ein Blick zurück

 Haben Sie festgestellt, dass am 2. Jan. 2018 eine neue Briefmarke veröffentlicht wurde? Sie nennt sich „Deutsche Brotkultur“. Im Jahre 2014 hat die UNESCO die Deutsche Brotkultur bereits zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Die Vielfalt der unterschiedlichen Brotspezialitäten Deutschlands sind einzig in der Welt.

  • Einst haben die Familien ihr Bauernbrot in großer Zahl vom eigenen Mehl zubereitet und im eigenen Backofen oder dem des Nachbarn viele Laib Brote gebacken.
  • Später, insb. nach dem II. Weltkrieg wurde der zubereitete Brotteig in den geflochtenen Backschüsseln zum örtlichen Bäcker gebracht und von diesem gebacken. Die Laibe aß man über die nächsten Wochen hinweg.
  • Dann kaufte man das Brot überwiegend in den drei Bäckereien in Heroldsbach und Thurn.
  • Heute Backen in der Gemeinde noch die Bäckerei Ort bzw. Bäckerei Schaller (Netto). Immer mehr Familien backen auch zuhause ihr eigenes Brot nach verschiedenen Rezepten.

Der hohe Wert des Brotes gilt noch heute: möglichst nichts wegwerfen; höchsten wenige Reste als Tierfutter verwerten!


Vor 30 Jahren – 1988 Am 21.6.1988 wurden in Poppendorf die beiden neuen Glocken „Christkönig“ und „Maria“ feierlich eingeweiht.


Vor 30 Jahren – am 11.5.1988 fand die Grundsteinlegung der Hirtenbachhalle statt. Der Bau der Hirtenbachhalle wurde im Gemeinderat mit 14:3 genehmigt und den Behörden vorgelegt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 11.Mai 1988 und das Richtfest im September 1988. Die Einweihung der 5,2 Millionen DM teuren Hirtenbachhalle erfolgte am 14.10.1989. Sie konnte 800 Zuschauern Platz bieten und mit einer Größe von 56 x 40 m und mit der Bühne viele sportliche und kulturelle Wünsche erfüllen. In den letzten Jahren wurde sie erfreulicherweise grundlegend saniert und erweitert und heutigen Bedürfnissen angepasst.


Vor 50 Jahren – 1969

  • Pfarrer Pfister Hans wurde verabschiedet.
  • Die Holzbaracke in der Wimmelbacherstraße, welche lange als Wohnung diente, wurde abgerissen.
  • Der gemeindliche Schuttplatz an der Wimmelbacher Straße wurde geschlossen.
  • Für den Friedhof wurden erstmals Parkplätze angelegt und ein luftbereifter Leichenwagen angeschafft; vor der Leichenhalle wurde der Platz gepflastert
  • In Oesdorf wird einen Altennachmittag für Bürger ab 65 Jahren durch den Gemeinderat (damals noch selbständig) beschlossen.
  • Der Gemeinderat Oesdorf beschloß ein Feuerwehrgerätehaus in den Ortsteilen Poppendorf und Oesdorf zu bauen.

Vor 60 Jahren – Am 6. Januar 1957 wurde Pfarrer Joseph Beyer zum Pfarrer berufen u. installiert. Früh war ein Levitenamt (bez. nach alttestamentarischem Stamm der Leviten; Amt mit Diakon). Bei der Nachmittagskirche wurde Pfarrer Beyer durch Dechant Geistlichen Rat Schürr Pautzfeld die Stola und Schlüssel der Kirche übergeben. Dechant Schürr verliest die Ernennung durch seine Exzellenz Herrn Erzbischof Schneider. Der Pfarrherr dankte in bewegten Worten der ganzen Pfarrgemeinde und er sprach „für jedermann stehe die Thüre offen in seinem Hause“. Am Pfarrhaus sang der Gesangverein Cäcilia das Lied „Gott grüße dich“ und „Sonntag ist“. Es sprach weiter Kaplan Heymann, Verwalter Sitzmann im Namen beider Gemeinden, Lehrer Baier für die Schulgemeinden, Schleicher Georg Vorstand des St. Josef-Vereins. Als Geschenk überreichte ihm die Gemeinde Thurn eine Schreibmaschine, weitere Geschenke folgten. Der Pfarrherr dankte allen trotz des schlechten Wetters. Eine gemütliche Feier im Pfarrhaus mit den Kirchenverwaltungen schloss die Feier.


Im Jahre 1860 – vor 155 Jahren – wurde unser Friedhof neu angelegt. Vorher hatten wir einen „Kirchhof“, die Bestattungen waren direkt bei der Pfarrkirche St. Michael.

Im neuen Friedhof wurden auch die Verstorbenen der Filialkirchen St. Georg, St. Vitus und St. Laurentius (Poppendorf, Oesdorf und Wimmelbach) beerdigt, da Oesdorf und Wimmelbach noch keinen eigenen Friedhof hatten.

Betrachten Sie in diesen Tagen die Vielfalt der Grabsteine in unserem Friedhof.

Kindergräber, Einzelgräber und Familiengräber tragen Grabsteine aus den verschiedenen Jahrzehnten. Sie sind häufig geschmückt mit schönen Verzierungen, christlichen Symbolen für Leben und Tod oder auch diversen Figuren (Christus-, Marienfiguren oder Heiligenfiguren). Auch die persönlichen Texte können zum Nachdenken anregen.


„Bier und Branntwein für die Volksgesundheit“ eine Broschüre von 1881 von Prof. Dr. J. Rosenthal befindet sich in Schloß Thurn.
Interessante Einblicke vermittelt sie in die damalige Zeit, also ein Blick zurück:
So gab es 1881 viele Steuern, Salzsteuer, Mahl- und Schlachtsteuer, Steuern auf Reis, Mietsteuer, Braumalzsteuer, etc.
Branntwein wurde fast ausschließlich aus Kartoffeln gewonnen. Spiritus wurde von Deutschland nach Frankreich ausgeführt und als Cognac, Rum, Portwein, Cherry wieder eingeführt.
Bier ist kein Nahrungsmittel, sondern ein alkoholisches Genussmittel. Im Jahre 1879/80 wurden in Bayern 232 Ltr/Person Bier gebraut und 2,4 Ltr/Person Branntwein gebrannt. Auf das Deutsche Reich bezogen waren es nur ca. 100 Ltr Bier, jedoch 12 Ltr. Branntwein pro Person und Jahr. Übermäßiger Alkohol und Trunksucht waren regional unterschiedlich, aber schon damals als schädlich für die Volksgesundheit erkannt.


Vor 620 Jahren – also bereits 30 Jahre nach der erstmaligen Nennung -wurde Heroldsbach im Jahre 1398 zur Pfarrei erhoben und Heinrich Gotzmann ist als Pfarrer erwähnt.
Heroldsbach konnte mehr als 200 Jahre bis zum Jahre 1610 Pfarrei bleiben. Dann wurde diese Eigenschaft der Gemeinde entzogen, weil das Geschlecht der Gotzmann den protestanischen Glauben annahm. Heroldsbach wurde nun Filialgemeinde der neu ernannten Pfarrei Hausen. Erst zum 1.1.1923 wurde Heroldsbach nach jahrzehntelangem zähen Bemühen erneut zur Pfarrei mit den Filialen Thurn, Wimmelbach, Oesdorf und Poppendorf erhoben.


Vor 650 Jahren – im Jahre 1368 – wurde unsere Kirche in Heroldsbach erstmals urkundlich genannt.